27.08.05   Tja, meine Tiger-Babys- ich bin so traurig
Nachdem ich mich schweren Herzens entschlossen habe, notfalls die süßen Minitiger getrennt zu vermitteln, ist Fredy heute in ein neues Heim gezogen. Knapp 30 KM entfernt, ländliche Gegend, sehr ruhige Strasse, Erdgeschoß-Wohnung. Nach der Eingewöhnungsphase darf Fredy auch wieder Rasen unter seinen Pfoten spüren.

Der neue Besitzer ist ein guter Bekannter von Paules Eigentümern. Auch kommt er ab und zu mal zu Besuch. So kann ich mich immer erkundigen, wie es mein Baby geht. Auch habe ich zur Auflage gemacht, das bei Problemen Fredy zu uns zurück kommt, statt ihn weiter zu geben oder gar ins Tierheim. Dafür haben wir uns wochenlang bemüht, das genau das eben nicht geschieht.
Merkwürdig ist Lizzy. Sonst hatte sie immer beide im Auge, waren sie draußen. Wehe sie konnte einen nicht sehen! Aber bislang macht sie keine Anstalten, nach Fredy zu rufen oder suchen. Dafür spielt sie mehr mit Mimi.

Für ihn die erste Nacht ohne Mutter und Schwester. Die ersten Tage werden schwer werden - für Fredy und für uns.

Ich schreibe immer Fredy, dabei habe ich weder ihn noch die kleine Lady beim Namen gerufen. Und das aus guten Grund: ich durfte keine so feste Bindung aufbauen, da ich es mir nicht erlauben kann, beide bei mir zu behalten. Es tut auch so schon weh. Ich wußte von Anfang, es kann nur auf Zeit sein, aber als es nun soweit war, komme ich mir vor wie ein Verbrecher.
Und trotz der anderen fünf Fellnasen, ist es heute Abend so ruhig - es fehlt jemand......

Fredy: heute Nacht bin ich bei Dir.

Angi - traurig und dennoch glücklich, da ich die Geburt miterleben und einige Wochen mit Fredy leben durfte. Schnief....

Nun braucht Mimi noch einen lieben Katzenmenschen........


03.09.05   Ich denke immer an Fredy.
Wie mag es ihn in den letzten Tagen ergangen sein? Sicherlich leidet er immer noch an der Trennung von Mutter und Schwester. Er ist tagsüber ganz allein. Keine Zunge, die liebevoll sein Fell säubert, keine Mimi, die mit ihm um die Wette rennt. Ihm werden die Ausflüge in den Garten fehlen. Das Gras, die Blumen und all die Sträucher - nur noch traurige Erinnerungen für ihn.
Er muss sich sehr einsam fühlen.

Gestern wurde ich schmerzlich an Fredy erinnert. Zum ersten mal hat Mimi "seine" Ecke benutzt. Ich weiß das genau, denn Fredy hat nur hinten links in die Kiste gepieselt. Ich weiß nicht, ich habe ein komisches Gefühl. Ich muss mich erkundigen, wie es Fredy geht.


05.09.05     Fredy ist wieder daheim


Menschen gibt es, die sollte man ...

Wir sind erst kurz nach 1 Uhr ins Bett und gegen 3:30 Uhr werden wir von einen jämmerlichen Miauen geweckt. Erst dachten wir, die kleine Mimi macht vor der Schlafzimmertür Theater aber weit verfehlt. Charly, Burschi, Lizzy und Mimi saßen im Flur und starten auf den Wohnungstür. Günni macht die Außenlampe an und sieht da etwas, das wie ein Transportkorb anussieht. Also sämtliche Viecherlis in die Küche gesperrt und den Korb reingeholt. Und wer sitzt da drinnen und weint ganz fürchterlich? Fredy !

Ein kleiner Notizzettel klebte an den Korb: Sorry .... blablabla....

bla bla bla

Ich bin vielleicht sauer, wütend. Aber vor allem schockiert, wie einfach es sich manche Menschen machen. Es ist ja nicht, das Fredy wieder hier ist. Ist ja "gut" so, aber die Art und Weise, das ist ein Unding.
Mimi hat ihren Bruder erst nach einigen Minuten erkannt. Lizzy blieb gleichgültig und wollte raus. Burschi hat nur kurz geschnuppert und ist auch raus. Charly hat Fredy genauer untersucht und kurz abgeschleckt. Und dann ging das Getobe los.

Bis gegen 11 Uhr waren die Kleinen am rumwirbeln. Der arme Fredy hatte so viel angestaute Energie, er konnte gar nicht aufhören, durch die Wohnung, raus und wieder rein zu rennen. Ich habe mich, da ich nicht wußte, ob es nicht doch noch ein Kampfgefecht gibt, ins Wohnzimmer gelegt. Aber kein Auge mehr zugemacht.

Lizzy kam später mit einer Maus nach Hause. Die hat natürlich der Fredy gekrallt und vertilgt. Fredy ist ja kräftiger und stärker als Mimi. Mimi lief hin und her und suchte ihre Maus. Lizzy hat dann beide geputzt. Darüber war ich sehr froh. Denn wenn die Jungtieren ca 10 Tage von der Mutter getrennt sind, dann erkennen sie ihre eigenen Kinder nicht mehr. Auch der vertraute Geruch ist nicht mehr vorhanden. So kommt es häufig vor, das die Mütter ihre Kinder verstoßen.
Lizzy ist aber anscheinend sehr sozial eingestellt. Sogar duften beide noch eine ganze Weile an ihre Zitzen.
Wie soll es nun weitergehen?
Auf jeden Fall werden beide nur noch zusammen vermittelt. Basta!


Fredy hält Ausschau nach einen Katzenmenschen...



06.09.05    Fredy fühlt wieder Katerwohl
Lizzy hat ihn wieder angenommen und Mimi freut sich über den heimgekehrten Bruder und Spielkameraden. Obwohl sie es nun schwerer hat, an die Mäuse zu kommen, die Muttern doch nur für sie mitbringt. Fredy ist einfach schneller und stärker.
Ich habe erfahren, dass Fredy im neuen "Heim" immer vor der Tür saß und jammerte. Er wollte raus. Das ist doch ein ganz normales Verhalten, wurde man gerade aus der Familie gerissen. Vermutlich hat man sich nicht genügend mit Fredy beschäftigt.